DAZE: “DAILY PENDELN”, SOLO IN NYC

Die meisten Menschen pendeln zur Arbeit und zurück. Einige verbringen Stunden im Berufsverkehr, gefangen in ihren Autos. Andere benutzen ihre Fahrräder oder Skateboards oder eine wippende, tosende Fähre. Einige Glückliche gehen einfach weg. In New York City benutzen die meisten Pendler die U-Bahn und die Busse, um zu ihren Büros, Küchen, Geschäften, Klassenzimmern, Campussen zu gelangen, und nach einer Weile verschwindet die Fahrt.
In Zügen und Bussen sind wir wie Sardinen gepackt, vermeiden Augenkontakt, halten uns an unsere Telefone und Bücher oder starren auf unsere Schuhe oder aus dem Fenster. Vielleicht bekommst du einen Sitzplatz, sonst schwingst du dich an einer Silberstange hin und her, stösst gegen andere, beobachtest oder zonierst heraus.
Auf Ihrer Fahrt können Sie Glücksfall, eine Entdeckung, eine frisch gekeimte Idee haben.
Du kannst dich krank fühlen, einschlafen oder durch ein Gespräch am Vorabend gefesselt werden. Kindergesichter gegen Fenster gedrückt, Eltern beim Nickerchen, bei Hausaufgaben helfen, Eyeliner aufsetzen. Schauspieler üben Linien, andere proben Standup-Routinen. Die Lust wird geweckt, die Liebe blüht, die Einsamkeit schmerzt.
Der Akt des Pendelns in New York ist selten einsam. Oder ruhig.
Der Künstler Daze, ein lebenslanger New Yorker, hat sich wie viele andere Autoren in den Bahnlinien inspirieren lassen und Details genossen und auswendig gelernt. Seit er in den goldenen 70er-80er-Jahren Züge besteigt hat, hat er seine Liebe zum täglichen Pendeln und zu den Millionen von Besonderheiten nie verloren. Jetzt, in seiner ersten Einzelausstellung in New York City, kehrt Daze zu den U-Bahnen und Straßen zurück, um sich inspirieren zu lassen, mit Lebendigkeit und Farbe und ein paar zerklüfteten Kanten.
Für “Daily Commute” besucht der Künstler wieder einige vertraute Orte und würdigt bekannte und unbekannte Charaktere in gewohnter Weise jemandem, der die Stadt sehr gut kennt, ohne Herablassung oder Sentimentalität, aber mit dem Respekt vor einer Stadt, die einen mitnimmt und schüttelt und wegwirft und einen umarmt und umarmt und tröstet und einem eine Zeile aus einem Stück oder einem Gedicht vorliest. Wenn du Glück hast.

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