Schweig, Bub!

Paul Maar

Inszenierung Michael Stacheder
Bühne und Kostüme Mark Späth

Premiere
am 4. Juni 2011 im Kleinen Theater Haar
Aufführungsrechte Kindertheaterverlag Weitendorf Hamburg

Für Kinder ab 4 Jahren

In der Kikerikiste geraten die beiden recht unterschiedlichen Freunde Bartholomäus (groß, stark) und Kümmel (klein, naiv) recht aneinader. Schließlich geht es darum, wessen Kiste denn größer, bunter, schöner, magischer und einfach besser ist. Sie necken, ärgern, rächen sich – bis plötzlich der Musikmarschierer auftaucht. Den himmeln beide heftig an. Doch er spielt sie geschickt gegeneinander aus. Und plötzlich hat keiner mehr eine Kiste. Aber sie haben etwas Wunderbares gelernt: Sind sie vorher doch recht sorglos mit ihrer Freundschaft umgegangen, so spüren sie schließlich den wahren Wert dieses kostbaren Guts. Sie versöhnen sich und teilen sich schließlich eine Kiste.

Kikerikiste von Paul Maar, dem Schöpfer des Sams, ist ein absoluter Klassiker, eines der meist gespielten Kindertheaterstücke im deutschsprachigen Raum. Es ist ein witziges, unterhaltsames und abwechslungsreiches Stück, das mit seinen clownesken Figuren und slapstickartigen Einlagen wahre Freundschaft hochleben lässt und so Groß und Klein begeistert.

Besetzung 1 Dame, 2 Herren
Aufführungsdauer 55 Minuten, keine Pause

Tourneezeiträume
Ganzjährig buchbar

Medea

Lucius Annaeus Seneca
Deutsch von Udo Segerer

Inszenierung, Bühne und Kostüme Michael Stacheder
Mitarbeit Kostüme Mario Schönmann
Licht Stefan Bettinger
Dramaturgie Krisztina Horváth

Uraufführung der Neuübersetzung
20. April 2006, Reithalle München
Premiere der Neueinstudierung
3. Dezember 2009, Stadthalle Rheine

Medea will Liebe. Sie flieht aus ihrer Heimat und verlässt ihre Familie. Sie tritt alle Privilegien einer Königstochter ab. Auf der Flucht tötet sie ihren Bruder Absyrtus. Dann Pelias, den König von Jolkos. All dies begeht sie aus Liebe zu Jason. Der Königssohn Jason wurde von Pelias um den väterlichen Thron betrogen. Jason will aber Macht. Er verlässt Medea um die korinthische Königstochter Creusa zu heiraten. Eine fatale Entscheidung. Die betrogene und rasende Medea plant einen schrecklichen Rachefeldzug, um dem Betrüger die gleichen Schmerzen zu herbeizuführen, die sie erlitten musste. Sie bringt erst Creusa und ihren Vater Kreon um, dann setzt sie die Stadt in Brand. Schließlich tötet sie ihre eigenen Kinder.

Besetzung 5 Damen, 3 Herren + 1 Techniker + 1 Gastspielleitung
Aufführungsdauer 2 Stunden, eine Pause

Tourneezeiträume
05.11.2012 bis 18.11.2012
14.01.2013 bis 27.01.2013
22.04.2013 bis 05.05.2013

Antigone

Sophokles
Deutsch von Udo Segerer

Ein Theaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem Ignaz-Günther-Gymnasium, Rosenheim und dem dortigen P-Seminar im Fach Griechisch.

Es spielen Franziska Ball, Joachim Aßfalg, Joachim Birzele, Robert Ludewig und Ruben Hagspiel
Inszenierung Michael Stacheder
Bühne und Kostüme Aylin Kaip Mitarbeit Bühne Erwin Kloker
Licht Stefan Bettinger Fachbetreuung Bundeswehr / PTBS Robert Sedlatzek-Müller
Dramaturgie Maya Eckhard, Andjelika Eissing-Patenova, Giulia Engler, Sophia Eschlbeck, Antonia Heil, Maria HofbauerPérez, Anna Jeutter, Stephanie Matthias, Regina Meul, Korbinian Neumeier, Maria Obermayer, Carina Pilz, DanielaRegauer, Lea Robens und Vincent Schildknecht
Regie- und Produktionsassistenz Simone Birkner Theaterpädagogik Farina Simbeck

Premiere am 10. Oktober 2012, Kleines Theater Haar, Casinostr. 75, 85540 Haar
Tournee-Premiere am 14. Oktober 2012 in Unterhaching

Dauer der Aufführung 1,5 Std
Aufführungsrechte Junges Schauspiel Ensemble München

Wer hat Recht, und wer hat Unrecht? Kreon, der erklärt, es sei nicht Recht, die Leiche eines Verräters, der einen Anschlag auf seine eigenen Leute verübt hat, zu begraben? Oder Antigone, die genau dies für Recht hält und den Gefallenen, ihren Bruder, gegen das Verbot begräbt? Das Drama des Sophokles endet in der Katastrophe.

Michael Stacheder verlegt in seiner Inszenierung die Handlung aus dem vom Krieg gezeichneten antiken Theben radikal in die Gegenwart: Wir sehen einen traumatisierten ehemaligen Offizier der Deutschen Bundeswehr, der sich durch die Antigone des Sophokles an ähnliche Vorkommnisse während seines Auslandseinsatzes erinnert wird. In seinem Kopf und auf der Bühne mischen sich erlebte Realität und Fiktion des Dramas: Ein Soldat hat in einem Amoklauf einen Anschlag auf seine eigenen Kameraden verübt. In dieser Extremsituation verkündet der neue Kommandeuer des Lagers, man solle alle Gefallenen die letzte Ehre erweisen, dem Attentäter aber nicht. Einer der Kameraden verweigert den Befehl.

Die Frage, die das antike Drama aufwirft, stellt sich erneut – in Bezug auf den konkreten Fall und in Bezug auf die Politik im Großen: Wie weit geht der Mensch, wenn er meint, im Recht zu sein? Und was passiert, wenn er an einen gerät, der das Gegenteil für Recht hält?

Das JUNGE SCHAUSPIEL ENSEMBLE MÜNCHEN bringt die Antigone des Sophokles in der neuen Übersetzung von Udo Segerer auf die Bühne. Die Dramaturgie wurde vom P-Seminar Griechisch am Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim übernommen, unter der Schirmherrschaft von Frau Dr. Dr. h.c. Hildegard Hamm-Brücher.

Grußwort der Schirmherrin

Frau Dr. Dr. h.c. Hildegard Hamm-Brücher
© Paul Swiridoff

Der schicksalhafte Konflikt der ANTIGONE hat mich schon als Schülerin bewegt.
Später – das war im zweiten Weltkrieg – habe ich ihn dann hautnah erlebt und am Schicksal der Studenten der “Weißen Rose” miterlitten. Es ist der Konflikt zwischen Staatsgehorsam und persönlichem Gewissen.

Selbst in einer Demokratie, die Meinungs- und Gewissensfreiheit in ihrer Verfassung garantiert, entstehen solche Konflikte im Großen und im Kleinen – z. B. bei der kürzlich abgeschafften Wehrpflicht, beim “Fraktionszwang” für Abgeordnete oder im Umgang mit Menschen anderer Kulturen und Religionen, z. B. die Kopftuchpflicht:
Es gibt keine Garantie für ein konfliktfreies Zusammenleben!
Deshalb freue ich mich, wenn sich Schülerinnen und Schüler diesem Konflikt stellen, und besonders, wenn sie sich wie Ihr mit Eurem Antigone – Projekt dem Konflikt stellen.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr niemals vor den Extrem – Konflikt gestellt werdet und dass Ihr in einem möglichen Gesinnungsfall des Alltags eine freie Entscheidung wagt.

In diesem Sinne freue ich mich über Euer Engagement und auf eine Begegnung anlässlich der Aufführung.

Dr. Dr. h.c. Hildegard Hamm – Brücher

Im Spiel der Sommerlüfte

Arthur Schnitzler

Inszenierung und Bühne Michael Stacheder
Kostüme Mario Schönmann
Licht Stefan Bettinger
Dramaturgie Krisztina Horváth

Premiere
31. Juli 2008, Stadttheater Landsberg am Lech
Wiederaufnahme im Frühjahr 2012

Der Bildhauer Professor Vincenz Friedlein und seine Frau Josefa verbringen ihre Sommerfrische zusammen mit ihrem Sohn Eduard und ihrer Nichte Gusti, fern vom Stadtlärm auf ihrem Landsitz in Kirchau, nahe bei Wien. Die ländliche Familienidylle wird aber häufig durch Vincenz „Berufsreisen“ nach Wien unterbrochen. Als an einem Spätsommertag Vincenz erneut in die Stadt reist gerät die Welt auf dem Landgut aus den Fugen. Dunkle Wolken und heftige Windstöße künden ein Unwetter an, und nicht nur in der Natur, auch im Gemüt der Sommergäste spielt sich ein seltsames Schauspiel ab. Die intimsten Geständnisse sprudeln aus jedem Einzelnen heraus. Zwischen Pflichtgefühl und Freiheitsdurst schwankend geben sie ihre Träume Preis und begeben sich auf die Suche nach dem einzig wahren Weg zum vermeintlichen Glück. Doch so rasch, wie das Gewitter gekommen ist, verzieht es sich auch wieder – und nichts bleibt so wie es war… Das äußerst selten gespielte, jedoch umso brillantere Bühnenwerk des österreichischen Autors, trägt zeitlose Aktualität in sich. „Sind wir ein Spiel von jedem Druck der Luft?“ – fragte schon Goethes Faust. Dies können wir uns jedoch trotz unseres selbstbestimmenden, emanzipierten und beinahe unbeschränkten Zeitalters auch fragen.

Besetzung 3 Damen, 4 Herren + 1 Techniker + 1 Gastspielleitung
Aufführungsdauer 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

Tourneezeiträume
01.10.2012 bis 21.10.2012
03.12.2012 bis 16.12.2012
18.03.2013 bis 24.03.2013

Kalteis

Andrea Maria Schenkel
Bearbeitung Anna Wenzel

Inszenierung Michael Stacheder
Bühne und Kostüme Mark Späth
Licht Stefan Bettinger
Dramaturgie Karoline Wernicke

Premiere
am 29. Februar 2012 im Kleinen Theater Haar
Aufführungsrechte Theaterstückverlag München

Das Theater empfiehlt diese Produktion ab 16 Jahren.

Ein bajuwarisches Schauermär, das auf der Geschichte des 1939 hingerichteten Münchner Frauenmörders Johann Eichhorn basiert.

München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt – auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein…

Nach dem großen Erfolg ihres Debüts Tannöd erweist sich Andrea Maria Schenkel mit ihrem zweiten Kriminalroman als Meisterin des Genres. In zwei zeitlich sich entgegenlaufenden Erzählsträngen müssen Kalteis und Kathie sich irgendwann begegnen. Gegenwart und Erinnerung wechseln ständig, die Erzählebenen und Zeiten vermischen sich, Zeugenschilderungen rufen Figuren wach. Man leidet förmlich mit, wenn die Protagonisten ihrem unausweichlichen Schicksal nicht entgehen können.

Besetzung 4 Damen, 3 Herren, 1 Musiker + 1 Techniker + 1 Gastspielleitung

Tourneezeiträume
19.11.2012 bis 22.12.2012
07.01.2013 bis 03.02.2013
08.04.2013 bis 21.04.2013
06.05.2013 bis 31.05.2013